3 Bedingungen, die Du Dir vor der Entscheidung zur Unternehmensübernahme wohl überlegen solltest

Der Entscheidungsprozess, ob Du das Familienunternehmen übernehmen solltest oder nicht ist schwer genug. Unterschiedliche Parteien wie Eltern, evtl. Geschwister und die eigene Familie, die Du einerseits berücksichtigen sollst, die aber andererseits auch auf Dich einwirken – nicht immer nur zu Deinen Gunsten. Viele weitere Faktoren, wie Eignung, Genehmigungen, persönliches Interesse, die eigenen Lebensthemen, wirtschaftliche Auswirkungen, Erbregelungen u.v.m, die eine Rolle in der Entscheidungsfindung spielen. Hier fällt es nicht immer leicht einen kühlen und klaren Kopf zu behalten.

 

Manche Faktoren werden dabei unterschätzt, manche nicht gesehen, und um andere hart gekämpft. 3 dieser Faktoren stelle ich Dir im folgenden vor und warum Du sie zu Deinen Bedingungen für die Übernahme machen solltest.

 

Unternehmerin mit Haut und Haaren

Was machst Du bisher beruflich? Bist Du als Angestellte in einer verantwortungsvollen Position? Klar trägst Du in dem Job viel Verantwortung. Deine Monats- Quartals und Jahresziele müssen erreicht und im Idealfall übertroffen sein. Du hast Mitarbeiter, die Du forderst und förderst. Vielleicht bist Du auch viel unterwegs, arbeitest Standortübergreifend mit anderen Ländern zusammen. Umso erfolgreicher und selbstbewusster Du in Deinem Job bist, umso mehr Spielraum hast Du. Aber eins steht fest. Falls es eines Tages nicht mehr passt, Du Deine Werte nicht mehr vertreten siehst oder es keine Weiterentwicklungsmöglichkeiten gibt und es Dir zu blöd wird, kannst Du Dir jederzeit einen anderen Arbeitgeber suchen.

 

Als Nachfolgeunternehmerin ist das zwar grundsätzlich auch möglich, aber nicht so einfach und die Hemmschwelle ist riesig. Denn hier übernimmst Du das Lebenswerk Deiner Eltern. Hier hast Du Mitarbeiter, die auf Dich und die Sicherheit des Arbeitsplatzes zählen. Hier bist Du vielleicht die einzige wirtschaftliche Hoffnung in der Region. Hier bist Du alleinige Entscheiderin, die alles in der Hand hat – auch die Auswirkungen.

 

Entscheidest Du Dich für die Nachfolge, dann …

 

Mache es zu Deinem Lebenswerk.

 

 

Unternehmerin und Mutter

Ja, Du liest richtig. Zwischen den beiden Wörtern steht ein UND. Kein entweder oder. Denn eine Unternehmensnachfolge bedeutet nicht mehr, dass Du auf eine eigene Familie verzichten musst. Früher war es anders. Als Unternehmer war man(n) hauptsächlich Unternehmer. Manche sogar 24/7. Denn die Entscheidungen, Richtungen und Strategien für das Unternehmen trifft der Patriarch.

 

Zum Glück hat sich vieles geändert. Neue Führungsstile, Tandemführungen, die Aufteilung auf mehrere Geschäftsführer macht es den Frauen in der Unternehmensführung heute leichter, Unternehmertum und die eigene Familie unter einen Hut zu bekommen. Lösungsmöglichkeiten dafür gibt es genug und Du gestaltest und entscheidest als Unternehmerin auch darüber.

 

Doch im ersten Schritt ist für Dich wichtig: entscheide Dich für Dein Lebenskonzept, wie Du es Dir tatsächlich vorstellst, ob mit oder ohne Familie und ob mit oder ohne Deiner Rolle als Unternehmerin.

 

Mache es zu Deinem Leben.

 

 

Anteilsregelung des Unternehmens

Schaue Dir Deine Familiensituation und die mögliche Erbfolge genau an. Übernimmst Du das Unternehmen alleine? Oder sind auch Geschwister oder andere Familienangehörige an der Übernahme beteiligt. Um langwierige Kämpfe um Ansprüche, Ausgleichszahlungen und Anteilsforderungen zu vermeiden, die im schlimmsten Fall zur Unternehmenspleite führen können, sorge vor der Entscheidung dafür, dass Du die Mehrheitsanteile und auch die Entscheidungsbefugnisse an dem Unternehmen erhältst. Ohne Mehrheit an dem Unternehmen bist Du immer von anderen abhängig.

 

Mache es zu Deiner Bedingung.

 

Und vergiss nicht: Unternehmensnachfolge darf leicht gehen!

 

Liebe Grüße

Deine Motivatorin

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