Unternehmensnachfolgerin: Ein Blick hinter die Kulissen

Der Trend geht nach oben. Immer mehr Frauen zeigen Interesse an einer Unternehmensnachfolge. Aktuell liegt die Zahl leicht über 25% mit Tendenz steigend. Das zeigt sich auch in meinen eigenen Erfahrungen an den verschiedenen Messen. Was vor 3 Jahren noch als überraschender Karrierefaktor wahrgenommen wurde, stößt mittlerweile auf große Resonanz. Frauen wollen mehr: Verantwortung, Gestaltungsspielraum, Freiheit.

Der Wandel der Rollenbilder im letzten Jahrzehnt unterstützt die Vorhaben und Wünsche der Frauen dabei sehr. Wir sind zwar noch lange nicht am Ziel angekommen, dass Frauen als gleichberechtigte Unternehmenslenker und Führungskräfte gesehen werden, was sich meiner Ansicht nach mit dem Rentenalter der Babyboomer-Generation in den nächsten 10-15 Jahren jedoch nochmal drastisch ändern wird. 

Persönlich finde ich es einfach genial, dass sich Frauen immer mehr trauen in die Unternehmensführung von kleinen und mittelständischen Firmen einzusteigen. Die Unterstützung der Frauen dabei ist auch meine Aufgabe und Teil meiner Vision. Und Tage wie heute, der Nationale Aktionstag „Nachfolge ist weiblich“, bringt flächendeckend Schwung in die Thematik.

Nur was bedeutet es eigentlich Unternehmensnachfolgerin zu sein. Was erwartet Dich als Unternehmerin nach der erfolgreichen Übernahme? Mit welchen Herausforderungen darfst Du vielleicht rechnen. Ein Blick hinter die Kulissen soll dazu beitragen, Deine Entscheidung für das Unternehmertum leichter zu treffen. Die folgenden Punkte sind Erfahrungswerte meiner Kundinnen, aus Gesprächen mit anderen Unternehmensnachfolgerinnen und auch meinen eigenen als Unternehmerin.


7 Blickwinkel als Unternehmensnachfolgerin

Mit dem Kopf immer dabei: Dein Unternehmen wird zu Deinem Baby, oder ist es bereits schon, wenn Du damit aufgewachsen bist. Egal wo Du gerade bist oder was Du gerade machst, Du wirst immer wieder Verknüpfungen zu Deinem Unternehmen herstellen: Ist die Idee auch etwas für uns?  Bringt uns das Tool eventuell weiter, usw. Sogar im Urlaub bzw. vor allem im Urlaub, wenn Du endlich mal aus Deinem Tagesgeschäft draußen bist und der Kopf frei wird & Kreativität Platz bekommt, werden die Ideen für Neues für Dein Unternehmen kommen. Dein Unternehmen wird ein großer Teil Deines Lebens.


Verantwortung tragen: wünschen sich so viele Menschen und wenn sie dann tatsächlich in der Situation sind, sieht es doch nicht nur rosig aus. Verantwortung bedeutet nicht nur mehr Gestaltungs- und Entscheidungsfreiraum, sondern auch den Kopf hinzuhalten, wenn Probleme auftreten, Menschen zu befähigen und weiterentwickeln, loslassen und vertrauen können, das Risiko zu haben und zu tragen, Fehlentscheidungen auszumerzen, die Weiterentwicklung ständig voranzutreiben. Genauso trägst Du die Verantwortung für Deine Mitarbeiter. Es ist manchmal anstrengend, macht aber auch tierisch Spass.


Arbeit mit Menschen: Du arbeitest jeden Tag mit Menschen: möglicherweise als Tandem mit Deinem Übergeber, Deinen Mitarbeiter, Deinen Kunden, Deinen Lieferanten, Deinen Partner usw. Dabei geht es immer um Menschen. Wertschätzung, aktives Zuhören, Verständnis, echtes Interesse am Menschen, Zuverlässigkeit, Verbindlichkeit und vieles mehr sind dabei sehr wichtig. Das musst Du wollen, jeden Tag!


Delegation: als Unternehmerin musst Du nicht alles selber machen. Deine Mitarbeiter oder auch externe Unterstützung helfen Dir dabei. Vorteil der jüngeren Generationen ist, dass sie viel Wert auf Teamarbeit und die Erreichung gemeinsamer Ziele legen. Das hilft enorm, vor allem Dir in dr Ausfüllung Deiner Rolle als Unternehmerin.


Auszeiten: musst Du lernen zu nehmen. Wenn Du als Nachfolgetochter aufgewachsen bist, hast Du mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gesehen, dass sich Deine Eltern nur sehr wenig Auszeit gegönnt haben. Das schreckt auch viele Nachfolgekinder ab. 

Die Zeiten haben sich allerdings geändert. Das Führungsverständnis ist in der neuen Generation anders, damit ändert sich auch die Art der Zusammenarbeit. New Work und die neuen Technologien helfen uns dabei. Auszeiten sind daher definitiv machbar. Die Herausforderungen sehe ich mehr dabei, dass man sich die persönlichen Auszeiten auch tatsächlich gönnt ;-).


Persönliche Weiterentwicklung: Du wirst nirgends auf allen Ebenen so sehr gefordert wie als Unternehmerin. Was ich alleine in den letzten 10 Jahren bereits lernen durfte, bekommt man in keinem anderen Job. Vor allem lernst du Dich persönlich sehr gut kennen, ob Du willst oder nicht ;-). Also Augen auf und rein ins Vergnügen.


Entscheidungen treffen: Es geht nicht nur um die Entscheidung zur Unternehmensnachfolge, denn auch als Unternehmerin darfst Du Entscheidungen treffen: tagtäglich und mehrmals am Tag, auch wenn Du gerade nicht möchtest. Denn Du trägst die Verantwortung und gibst damit auch die Richtung vor. Klar gibst Du Themen und Aufgaben ab, trotzdem bleiben genügend Punkte übrig, die Deine Entscheidung fordern. Freunde Dich vor allem mit dem Gedanken an viele Fehlentscheidungen zu treffen, lerne daraus und dann mache es besser. Die Chancen dazu bekommst Du immer.


Die Perspektiven stellen nur einen Auszug Deiner Möglichkeiten und Herausforderungen als Unternehmensnachfolgerin dar. Die Punkte sollen Dich jetzt bitte nicht abschrecken. Ganz im Gegenteil, sie sollen Dich auf ehrliche Weise anspornen, Dich für das Unternehmertum zu entscheiden. Denn alles kannst Du lernen bzw. für Dich so ausrichten, dass es Deinem persönlichen Ideal entspricht. Du musst es nur wollen, genau so wie die Rolle der Unternehmensnachfolgerin.


Vergiss dabei nicht: es darf leicht gehen.

Deine MOTIVATORIN,

Nadja


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